Die 1. Mannschaft der SG Löberitz schafft Aufstieg

07. Mai 2012

Nun ist es perfekt. Die erste Mannschaft der Schachgemeinschaft Löberitz hat es geschafft, den ersten Platz in der Oberliga-Ost zu erreichen und steigt dadurch in die 2. Bundesliga auf. Dass ein so kleiner Verein in die 2. Bundesliga aufsteigt hätte wohl niemand vorausgesagt. Das kleine Löberitz verwies solche Teams wie Leipzig, Magdeburg, Dresden und Chemnitz in die Schranken. Dies ist eine bemerkenswerte Leistung, die ihres gleichen sucht.
Damit wird Sachsen-Anhalt im nächsten Jahr neben der Mannschaft von USV Volksbank Halle noch ein zweites Team in der 2. Bundesliga haben. Auf die Löberitzer Schachspieler wartet ab der kommenden Saison eine sehr schwere Aufgabe, doch im Moment überwiegt bei allen die Freude über den Aufstieg.

Aber auch die anderen Teams konnten das Spieljahr sehr erfolgreich abschließen. Die 2. Mannschaft der SG 1871 Löberitz konnte mit einem 4:3- Sieg gegen  USV VB Halle IV im letzten Spiel den Klassenerhalt in der Landesliga sichern, in die sie erst in diesem Jahr aufgestiegen waren. Die 3. Mannschaft schaffte einen souveränen Start- Ziel- Sieg in der Bezirksliga und steigt in die Bezirksoberliga auf. Die 4. Mannschaft, die im vorigen Jahr in die Bezirksliga aufgestiegen ist, konnte im letzten Spiel mit einem 3:3 gegen Sandersdorf den Klassenerhalt sichern und wurde am Ende 8. Die 5. Mannschaft belegt den 3. Platz in der 2. Bezirksklasse.

6. Bericht von der Schneekoppe

04. April 2012

Hier gibt es noch zwei Bilder von dem schönen Anblick der Schneekoppe am letzten Tag und vom Schachtraining mit Mikly.

Blick auf die Schneekoppe am letzten Tag

Training mit Mikly

Der Abend verlief harmonisch wie immer. Die Nichtfahrer zogen noch mal richtig bis um 2.00 Uhr durch. Für mich brachte der letzte Tag einige Spielerfolge. Zuerst siegte ich im Siedlerspiel, dann gewann ich im Abalone gegen den Chevalier und am Abend holte ich endlich den angekündigten Sieg im “Zug um Zug”.

beim "Zug um Zug" - Spiel

Heute war Abreise. Es hat alles geklappt mit Gepäcktransport, Treffen am Parkplatz und Abfahrt. Gegen 16.00 Uhr ist unser Auto in Zörbig angekommen. Ich hoffe, bei den anderen hat die Fahrt auch geklappt. Alles in allem waren es wieder schöne Tage auf der Schneekoppe.  Tschüss bis zum nöächsten Jahr sagt

Jürgen

5. Bericht von der Schneekoppe

03. April 2012

Der Nachmittag des 4. Tages bescherte uns traumhaftes Wetter. Als erster ging Holly hoch zur Schneekoppe. Chevalier und ich folgten ihm. Später stieß auch noch der Coach dazu. Der Coach war ganz begeistert und überrascht, wie schön es oben ist. Er hatte ja am Vortag bei schlechtem Wetter den Aufstieg schon mal gemacht und staunte, dass es da oben nicht blos kalt und windig ist, sondern auch Menschen dort oben sind, Bauden geöffnet haben und man sich am schönen Blick ins Tal erfreuen kann!

auf der Schneekoppe

Die anderen wanderten entweder zur nächsten Baude, machten Schachtraining mit Mikly oder genossen einfach wie Stephie die Sonne.

Wanderung am letzten Tag

Zum Abendbrot gab es endlich zu meiner Freude die Hefeklöse mit Heidelbeeren und danach (wird gerade vorbereitet) gegrillte Wünstchen.

Wobei ich sagen muss, dass das Essen wie immer sehr lecker war.

Klara beim Essen

Isi beim Essen

beim Essen

4. Bericht von der Schneekoppe

03. April 2012

Hier noch ein Foto von den Gewinnern:

Sieger im Ringen um die Rosenbergs Baudenmeisterschaft

Am Nachmittag des 3. Tages brachen die meisten in Richtung Schneekoppe auf. Der Gipfel wurde natürlich bezwungen, allerdings herrschte keine gute Sicht und viel Wind. Außerdem war es bei der Gipfelbesteigung schon nach 16.00 Uhr, so dass keine der Bauden mehr offen war. Zum Glück war ich nicht dabei, denn was sollte es sonst für einen Grund geben, da hochzulaufen, außer dem schönen kühlen “Zielbier”. Aber trotzdem war es natürlich für alle schön.

auf der Schneekoppe

auf der Schneekoppe

Ich fuhr mit Mikly mit der Seilbahn runter nach Pec. Dort trafen wir uns mit dem Chevalier im “Enzian” zum “Eisessen”.

beim "Eisessen" im Enzian

Am Abend wurde wieder viel gespielt und Mikly machte mit den Kindern eine “Nachtwanderung”.

Heute Vormittag passierte nicht allzu viel. Einen geeigneten Termin für unser traditionelles Gruppenfoto zu finden, erwies sich wie immer als schwierig. Als Mikly das erste Mal auftauchte, war es schon bald Mittagszeit und nach dem Mittag war Zeit für den Mittagsschlaf der Kleinen.

Dann haben wir es aber doch noch geschafft. Jetzt ist es 13.20Uhr. Das Bild haben wir 13.15 Uhr geschossen!

Gruppenfoto

Am Nachmittag wollen dann alle noch mal rausgehen, denn es ist heute sehr schönes Wetter.

3. Bericht von der Schneekoppe

02. April 2012

Am Abend der 2. Tages wurde wieder viel gespielt auf der Baude. Wieder mal  versuchte Mr. X allen zu entkommen und wieder mal ist es ihm nicht gelungen (halt so wie jedes Jahr!).

Mr. X

Holly spielt Sandmann

Der neue Tag begrüßet uns mit dicken Wolken und stürmischem Wind. Deshalb wird der Plan, auf die Schneekoppe zu laufen, erst einmal verschoben.  Da sogar Mikly diesmal das Frühstück erlebt, entstand die Idee,  schon am Vormittag unser Blitzturnier auszutragen.

Um 10.00Uhr ging es los.

Zum Start gelang mir ein überraschender Sieg gegen Mikly.

nach meinem Sieg gegen Mikly

Am Ende pegelte sich aber alles wieder normal ein und ich landete erwartungsgemäß auf dem letzten Platz. Sieger wurde Holly vor Brain und Mikly. Damit konnte Holly nach seinem Sieg bei seiner ersten Teilnahme 2004 das 2. Mal gewinnen. Der Coach konnte die “alte Sangerhäuser Tradition” nicht fortsetzten, dass ein Sangerhäuser immer gewinnt, wenn er auf der Schneekoppe mit dabei ist.

Gewinnerfoto

Jetzt ist es 14.00 Uhr. Einige machen Mittagsschlaf und andere spielen. 15.00 Uhr soll es dann eigentlich in Richtung Schneekoppe losgehen aber bisher ist es nicht wirklich klare Sicht geworden. Na ja, schaun wir mal…

Ich berichte weiter.

2. Bericht von der Schneekoppe

01. April 2012

Am Nachmittag des 2. Tages ruhten sich groß und klein erst einmal aus. Gegen 16.00 Uhr ging es dann los in Richtung Pec auf dem kürzerem Weg.

auf dem Weg nach Pec

Holly in vollem Fotoeinsatz

auf dem Weg nach Pec

Unter dem neuen Schnee war es ziemlich glatt und vor allem Brain und Bekka mit den Kinden mußten ganz schön aufpassen. Es ging aber alles gut und wir erreichten nach eine reichlichen halben Stunde unser Ziel, die Eisdiele. Dort gab es dann erst einmal für jeden eine Stärkung.

"Eisessen" nach der Wanderung in Pec

Während einige den langen Weg hochliefen brachte Brain die kleinen Kinder mit dem Auto zur Seilbahn, fuhr das Auto wieder zurück und holte uns anderen dann auf halbem Wege zur Seilbahn wieder ein.

Das Wetter wurde im Laufe des Tages immer besser. Als wir an der Baude ankamen war strahlender Sonnenschein mit viel Neuschnee.

Wenn es morgen so bleibt, geht es auf die Schneekoppe.

PS: Ich habe heute erfahren, das Thomas noch ein Jahr älter als ich ist. Mein Weltbild ist also wieder in Ordnung!

1. Bericht von der Schneekoppe

01. April 2012

Hier möchte ich allen Daheimgebliebenen regelmäßig von unserer diesjährigen Schneekoppentour berichten. Zum ersten Mal mußten wir leider auf Konrad verzichten, so dass unsere Delegation aus folgenden Personen besteht: Brain, Bekka, Klara, Isi, Stephanie, Coach, Mikly, Vicky, Chevalier, Konstantin, Patricia, Niklas, Holly, Thomas Flegel, Martin, Annemarie und Jürgen.

Wie immer trafen wir uns am Parkplatz. Nach einer kleinen Stärkung im Hotel ging es los.

Die meisten entschieden sich hochzulaufen und eine kleine Delegation ging zur Seilbahn. Dort wurde uns dann gesagt, dass auf der Seilbahn wegen starkem Wind nur jeweils 2 Mann + Gepäck auf einem Sitz hochfahren können und der Rest des Gepäcks bis zum nächsten Tag bei der Seilbahn bleiben soll. Damit waren wir natürlich nicht einverstanden und nach einigen heftigen Diskussionen wurde das restliche Gepäck dann doch noch geholt.

Das Wetter am ersten Tag war durchwachsen. In Pec war es ziemlich häßlich mit Schneeregen aber oben an der Baude schneite es dann richtig. Es wehte aber ein eisiger Wind.

Den ersten Abend verbrachten wir  wie immer mit essen, trinken und spielen. Der einzige Unterschied zu sonst war, dass Chevalier der Zettel Nr. 1 erhielt und ich mich als Stammesältester (unglaublich, eigentlich zähle ich doch noch zur Jugend!) zunächst auf Konrads Platz setzen durfte.

1. Spieleabend

Niklas wanderte am Abend als erster hoch zur Schneekoppe.

Am 2. Tag ging es dann nach dem wie immer guten Frühstück raus in den Schnee.

Frühstück am 2. Tag

am Vormittag des 2. Tages

am Vormittag des 2. Tages

Fortsetzung folgt…

Zu Gast beim Traditionsverein SG 1871 Löberitz

13. März 2012

Zu Gast beim Traditionsverein SG 1871 Löberitz

Publiziert am 12. März 2012 von Frank Kimpinsky
Eingangsschild des Vereinsheims

In Runde 7 der Jugendbundesliga führte uns das Auswärtsspiel am Samstag, den 10.3.2012  nach Löberitz, einem Ortsteil von Zörbig (Sachsen/Anhalt).

Im von der Berliner Starthilfe e.V. zur Verfügung gestellten Kleinbus ging es kurz nach 9:30 Uhr los. Begleiter war neben mir wie letztens auf der Tour nach Rostock Hans-Jürgen Meissner. Kurz von dem geplanten Spielbeginn trafen wir in Löberitz (unweit der A9 gelegen) ein, fanden jedoch a) keine Menschenseele und b) nur Hausnummer 3 der Straße der Jugend. Von der gesuchten Hausnummer 3b weit und breit nichts zusehen. Wie löst man das? Genau – der Gastgeber (in Person von Mannschaftsführer Jürgen Kunze)  stellt sich auf die Straße und wartet, irgendwann wird man ihn schon sehen…  Das hat auch funktioniert. Die Auflösung: Hinter der Hausnummer 3b verbarg sich der Sportplatz und das schöne Vereinsheim der „Schachgemeinschaft 1871 Löberitz“.

Pünktlich um 11:30 Uhr wurde der Wettkampf in dem gemütlichen kleinen Vereinsraum aufgenommen. Trotz unserer guten Platzierung (Tabellenzweiter) waren wir keinesfalls Favorit – nur Aron an Brett 1 wies eine bessere DWZ im Vergleich zu seinem Gegner auf. Aber dennoch wollten wir möglichst beide Punkte nach Berlin entführen! Mit Beginn der Partien beginnt auch immer die ruhigste Zeit für die Betreuer… so blieb für Hans-Jürgen Meißner und mich genügend Zeit, Kaffee zu trinken und sich im kleinen Vereinszimmer umzuschauen.

Hier fanden wir die fortlaufende „Löberitzer Schachchronik“, beginnend mit dem Jahr 1871 (!) – die im Glasschrank mittlerweile beeindruckende Ausmaße annimmt, eine Ehrenurkunde anlässlich des 125jährigen Vereinsbestehens, unterzeichnet vom damaligen DSB-Präsidenten Egon Ditt und ein gerahmtes Foto des Ex-Bundespräsidenten Horst Köhler, mit dem an seinen Besuch hier erinnert wird… Als Hr. Kunze unser Interesse sah, bot er uns eine kleine Führung durch das Schachmuseum an.  Wie, Schachmuseum? Na, schaun wir mal… Aber tatsächlich – denn  im Rahmen der 800-Jahr-Feier in Löberitz wurde 2007 hier ein Schachmuseum eröffnet.

Im gleichen Gebäude, nächster Eingang fand sich zu ebener Erde erst einmal ein weiterer Clubraum – ideal für uns zum Analysieren der Partien. Dann eine schmale Treppe hinauf in die 1.Etage und – schon blickte ich in das nahezu

dämonische Antlitz von Exweltmeister Mihail Tal.

In dem großen Raum erwartete uns eine umfangreiche Sammlung mit allen möglichen Dingen über das Schachspiel. Bücher, Zeitschriften, verschiedenste Schachbretter und Figurensätze (ach, sogar die Feuersteins gibt es als Schachfiguren?), Schachtische, Artikel über Besuche historischer Persönlichkeiten in Löberitz, Schachtische, und und und… Hansi Meißner beeindruckte vor allem der Kurzbericht über den deutschen Schachspieler und -lehrer Johannes Metger, der 1874 für zwei Tage den Ort besuchte (in diesem Zusammehang wurde Löberitz übrigens erstmals als Schachdorf bezeichnet). 1883 gewann Praeceptor Germaniae Siegbert Tarrasch das “Ehrenpreisturnier von Löberitz” und zum Silberjubiläum 1896 war Meister Max Lange zu Gast! Tradition, wohin man schaut! Faszinierend auch die umfangreiche Autogrammsammlung von der Schacholympiade 1960 in Leipzig (» hier viel besser zu sehen, incl. Hintergrundinformationen!).

Der Wettkampf verlief recht kontrastreich. Floyd und Aron hatten sich schöne Stellungen erarbeitet. Auch der Aufbau von Felix  sah vielversprechend aus. Matthias hatte rochiert, beruhigend ;-) . Bei Jakob und Fabian sah es dagegen sah ich Vorteile auf Löberitzer Seite.

Durch einen Sieg von Felix (Figureneinsteller des Gegners in schwieriger Stellung) gingen wir in Führung. Fabian (unterschätzte die weiße Bauernlawine + die auf seinen König gerichteten Figuren – siehe Diagramm 2) und Matthias (überhasteter Angriff, ohne ausreichendes Heranführen von Ressourcen) unterlagen jedoch, ehe Aron mit einem Sieg (Basis: präzise Variantenberechnung) wieder den Ausgleich herstellte. Jakob hatte sich nach verfehlter Eröffnungsbehandlung mit zwei müden Springern lange erfolgreich gegen ein dominantes Läuferpaar gewehrt und Floyd besaß einen das Brett beherrschenden „Gufeld-Läufer“ als Siegesgarant. Nach überstehen der Zeitnot beendete Floyd dann auch mit einem hübschen Schluss die einseitig gewordene Partie (Diagramm 1).

Diagr.1: Schwarz am Zug – Matt in 2 Zügen (aus Patricia Lehmann – Floyd Schmid 0:1)

Diagramm 2: Weiß am Zug gewinnt (aus Pauline Mertens – Fabian Alcer 1:0)

Da Jakob aber im Turmendspiel den möglichen Ausgleich noch vergab (u.a. Txh7?) , blieb es bei einem 3:3 – Unentschieden und der Einsicht, dass noch ein Quentchen mehr Leistung für die Tabellenspitze notwendig ist. Die hat nun Grün-Weiß Baumschulenweg nach dem knappen 3.5:2.5 Sieg über Zitadelle Spandau inne. Erstaunlich: TuS Makkabi unterlag erneut und liegt nun schon 2 Punkte hinter uns. In der schweren Doppelrunde am 12./13. Mai gegen AE Magdeburg (besiegte gerade Makkabi) und den Baume (Spitzenreiter!) wird sich zeigen, ob wir doch noch ein Wörtchen ganz vorn mitreden können. » Ergebnisse des 7.Spieltages und Tabelle

Bilder von Thomas beim MZ- Ferientag in Schlaitz

29. Juli 2011

am Schachstand

am Schachstand

Thomas an seinem Brieftaubenstand

Thomas an seinem Brieftaubenstand

Thomas in Aktion

Thomas in Aktion

kurz nach dem Aufbau des Standes

kurz nach dem Aufbau des Standes

Taubenflug

Taubenflug

Wespen-Alarm im Bienenhaus

28. Juli 2011
VON IRIS LADEMANN, 27.07.11, 18:49h, aktualisiert 27.07.11, 19:08h
Ferientag in Schlaitz

Lena und Leonie an der Spritze, Opa Volker Stein (r.) bedient die Pumpe. (FOTO: MZ)

SCHLAITZ/MZ. ”Du kannst ihn ruhig streicheln. Er ist handzahm.” Diese aufmunternden Worte von Falkner Janko Paufler sind an die siebenjährige Vanessa gerichtet, die aus respektvoller Entfernung die Uhu-Dame Gerda beobachtet. Doch dann fasst sie sich ein Herz und ist ganz überrascht vom weichen Gefieder und dass der Vogel mit den “goldenen Augen”, wie sie meint, überhaupt keine Angst zeigt. Ihre ein Jahre ältere Schwester bleibt skeptisch. Sie hält es eher mit dem wesentlich kleineren Falken, den Paufler ebenfalls zum MZ-Ferientag mitgebracht hat.

Fast 400 Besucher, wesentlich mehr als in den Vorjahren, haben am Mittwoch bei herrlichem Sommerwetter den Weg nach Schlaitz, Landkreis Anhalt-Bitterfeld, gefunden. Anlaufstelle ist vor allem das Informationszentrum für Umwelt und Naturschutz “Haus am See” mit seinen Tierpräparaten, heimischen Pflanzen und einer Bienen-Schaubeute. Dort erleben die Besucher gerade ein nicht alltägliches Schauspiel. Eine Wespe ist eingedrungen. Sofort wird sie von Bienen umzingelt, die den Eindringling Stück für Stück aus der verglasten Beute hinausdrängen. Lena und Nico, die mit ihren Großeltern aus Wittenberg angereist sind, bleibt vor Staunen der Mund offen stehen. Und noch mehr staunen die Neun- beziehungsweise Zehnjährigen über das Leben im Fischadlerhorst, das von einer Kamera, die unmittelbar neben dem Horst vor sechs Jahren installiert worden ist, eingefangen und auf einen großen Bildschirm übertragen wird.

Sabine Kunze, eine der beiden Leiterinnen des Hauses, hat nicht nur die schönsten Szenen zusammengeschnitten, sondern kommentiert in einer überaus unterhaltsamen Form das Leben im Host der Fischadler. Dabei wird deutlich, dass dort über die Jahre nicht nur eitel Sonnenschein herrschte, sondern dass der Horst, die Brut beziehungsweise die Jungen immer wieder gegen Eindringlinge verteidigt werden mussten – was leider nicht immer gelang. Wer hier gut zugehört und sich auch im Haus richtig umgeschaut hat, kann im Anschluss die Natur-Quiz-Fragen leicht beantworten.

Tierisch geht es fast überall auf dem Gelände zwischen Haus am See und dem benachbarten Heide-Camp am Muldestausee zu. Denn auf der großen Wiese mit den historischen Landmaschinen stehen auch sechs Ponys für einen Ritt über das Gelände. “Wir kommen vom Pferdehof Plodda”, sagt Inhaberin Rita Hechtner, und hilft den Kindern auf den Rücken der Pferde. Die 14-jährige Vanessa aus Greppin-Wachtendorf, die auch Reitstunden auf dem Greppiner Reiterhof nimmt, hat es mit Sissi doch nicht so einfach. Die Schimmelstute hat keine Lust, sie bockt und schlägt aus. “Du musst ihr zeigen, wer der Herr im Sattel ist”, ermutigt sie ihr Vater Horst Gusewell. Endlich sitzt Vanessa oben und Sissi geht gemächlichen Schrittes los – muss aber etwas Platz für den Traktor machen.

Auf dem Kremser sitzt ein lustig winkendes Völkchen. Die zwölfjährige Emely hat ein besonderes Plätzchen ergattert – direkt neben Walter Berger. Er steuert nicht nur den “Pionier”, ein Relikt aus DDR-Zeit, dem er wieder Leben eingehaucht hat, sondern er ist auch der Inhaber des Campingplatzes, den die “Fahrgäste” auf ihrer Rundreise kennenlernen. “Oma, da steht unser Campingwagen”, ruft Emelys Schwester Julia (9). Christa Wildgrube und ihr Ehemann aus dem Thüringischen machen mit den Enkelkindern gerade Urlaub im Camp, erzählen sie.

Im Wettkampffieber sind die siebenjährige Lena und die ein Jahr jüngere Leonie. Mit allen Kräften zielen sie mit der Kübelspritze, die die Jugendfeuerwehr “Muldestausee” neben historischer und moderner Löschtechnik aufgebaut hat, auf eine kleine Öffnung, damit so viel Wasser wie möglich im Behälter landet. Und Opa Volker Stein an der Pumpe hat vor Anstrengung schon Schweißperlen auf der Stirn.

Fotogalerie: MZ-Ferientag in Schlaitz

Ferientag Schlaitz

Brieftaubenzüchter Thomas Richter ließ seine Tauben fliegen. (FOTO: ANDRÈ KEHRER)

Quelle: www.mz-web.de)