Am 4.4.09 war es für die SG 1871 Löberitz wieder soweit: die alljährliche Reise zur Schneekoppe wurde angetreten. Und ich, Judith Hermann, durfte mit
Anfangs hatte ich ein paar Bedenken, da ich fast alle Leute nicht kannte. Allerdings habe ich schnell feststellen können, dass es doch ein ganz lustiges Trüppchen war, mit dem ich das Riesengebirge erkundete.
Die jugendliche Fraktion, bestehend aus Christian, Sebastian, Patricia, Niklas, Bifi, Vicky und Florian nahm mich schnell an und der Rest (Konrad, Uwe, Thomas Bombien + Pascal, Helmut Bombien + Lukas, Chevalier, Jürgen, Eberhard und Ilona Braun, Gabi + Nicklas und Michelle) musste sich wohl oder übel mit mir anfreunden
Am ersten Abend waren wir alle etwas geschafft von der Anreise und gingen deshalb schon früh ins Bett (halb 12 glaub ich).
Der nächste Morgen begann für mich pünktlich zur Frühstückszeit, was meinem Langschläfer-Freund Flori ziemlich missfiel. Dieser Sonntagvormittag bestand für uns nur aus Spielen und Essen. Ich glaube, ich habe in diesen 4 Tagen so viele Spiele gelernt, wie in meinem ganzen Leben noch nicht

Iglubau
Doch nicht der ganze Tag bestand aus Spielereien. So fingen einige von uns, unwissend, wo die anderen ihr Unwesen treiben, am Nachmittag an, die Schneemassen vor der Bouda Ruzohorky in Kunst zu verwandeln. Eigentlich sollte es ein Iglu werden, dessen Bau wir aber vorzeitig abbrachen, da sich ein Gewitter in den Bergen zusammenbraute. Wäre das aber nicht gewesen, so hätten wir vielleicht noch das RUNDE Dach bauen können, auch wenn manche meinten, dies wäre unmöglich
Der Tag endete mit einer spannenden Partie Poker mit Basti, Flori, Jürgen, Christian, Vicky und Bifi, in der sich einmal mehr zeigte: Frauen an die Macht! Denn Vicky zockte sie alle ab

Schneebar
Am Montag hatte die Jugendbrigade schon überlegt, die Schneekoppe zu besteigen, doch wir sagten uns: „Was du heute kannst besorgen, das verschiebe ruhig auf morgen…“ . Und während die etwas „reiferen“ der Truppe wandern gingen, bauten wir ein weiteres Kunstwerk aus Schnee: unsere Schneebar, an der wir uns nach ihrer Fertigstellung ein kühles Bier, Diesel oder Radler genehmigten.
Am Abend fand nun das traditionelle Blitz-Schachturnier statt, bei dem ich zur Schriftführerin auserkoren wurde, da sich meine Schachkünste in Grenzen halten. Hier hat es der Präsident allen gezeigt und sicherte sich vor Uwe (9 Punkte) und Chevalier (8.5 Punkte) mit 9.5 Punkten den ersten Platz.
Bei ein paar Gläsern Becherovka und Slibowitz ließen wir den Abend gesellig mit einer Runde Lügenmex ausklingen.
Dienstag war es nun endlich soweit: die Schneekoppe rief! Sogar Flori hat sich schon halb 10 aus dem Bett gequält um die 1602 Meter zu erklimmen. Als wir oben ankamen mussten wir allerdings feststellen, dass es weder Essen noch Trinken gab, da das Bistro geschlossen hatte. So gingen wir wieder bergabwärts und schlugen uns in der Herberge die Bäuche voll.

Gipfelstürmer
Mein persönliches Highlight der Woche begann halb 6: der 5-Stunden-Skatmarathon, bei dem sich ausgerechnet die erfahrenen Spieler Thomas und Eberhard, die sich abwechselten, geschlagen geben mussten. Gewinner war Niklas…dazu ist aber noch zu sagen, dass ich aufgrund falscher Ratschläge in meiner Punktzahl zurückgeworfen wurde!!!
Selbstverständlich gab es auch wieder das traditionelle Gruppenfoto in roten Krankenkasseninfo – Shirts bei gefühlten 25 Grad in der Sonne und einer Schneehöhe von über einem Meter!
Nach diesen abwechslungsreichen 4 Tagen traten wir schließlich am Mittwoch wieder die Heimreise an. Die mutigen gingen den Todesmarsch zu Fuß während der Rest bequem mit der Seilbahn ins Tal gegondelt ist.
Summa summarum war es eine tolle Zeit, sehr nette Leute, gutes Essen und eine gemütliche Unterkunft, in der ich hoffentlich nicht das letzte mal war!
Judith Hermann