Am 09.01.2010 stand des nächste Spiel der U20 in Rostock auf dem Plan. Nachdem ich im Vorfeld mit dem Verantwortlichen aus Rostock das Spiel von Sonntag auf Sonnabend gelegt hatte, Züge rausgesucht, Jugendherberge gebucht und die Aufstellung klargemacht hatte dachte ich eigentlich, dass alles klappen müßte. Fam. Mertens plante, schon am Freitag nach Rostock zu fahren und die anderen vier sollten 7:00 Uhr mit dem Zug fahren, um gegen 13:00 Uhr in Rostock zu sein. Nur das Wetter konnte natürlich nicht geplant werden. So leistete das Sturmief “Daisy” dem Unterfangen an allen Umsteigebahnhöfen heftigen Widerstand. Aus dem geplanten Nachmittagspiel wurden dann ein abendlicher Wettkampf, der erst kurz vor Mitternacht endete.
Für die Löberitzer war nach den Strapazen die 2:4 Niederlage nur sekundär und eigentlich war man froh, dass auch der Gegner so viel Geduld aufbrachte und bis zur Ankunft wartete. Nach dieser abenteuerlichen Anreise zog sich das Team noch ganz gut aus der Affäre. Am Spitzenbrett gewann Pauline Mertens. Fridolin Mertens und Christian Daus, der am längsten spielte, schafften eine Punkteteilung. Mit zum Team gehörten noch Josephine Reiß, Mannschaftskapitän Sebastian Daus und Niklas Gaus. Nach dem Spiel ging es in nächtlicher Stunde und ohne Abendessen noch 20 km weiter bis zur Jugendherberge in Warnemünde um dann am Sonntagmorgen mit weniger Problemen wieder die Heimreise anzutreten. Von mir ein großes Lob an dieser Stelle für den Schacheinsatz. Es gibt sicher in Deutschland nicht viele Jugendliche, die solche Aktionen für das Hobby Schach auf sich nehmen. Auch Fam. Mertens ist zum Glück ohne größere Probleme am Sonntag wieder in Naumburg angekommen. Nach den Staumeldungen hatte ich schon das Schlimmste befürchtet. Schade, dass die Aktion nicht wenigstens mit einem Unentschieden oder Sieg belohnt wurde. Aber so bleiben dann nach 2 knappen Niederlagen gegen Rostock noch Ziele fürs nächste Jahr.
Löberitz liegt nach der Niederlage hinter Aufbau Elbe Magdeburg und dem SSC Rostock weiter auf Rang 3. Es folgen der USV Potsdam (1 Spiel weniger) und Empor Berlin.
Jürgen in Anlehnung an den Artikel auf der Schachseite der SG 1871 Löberitz von Konrad





